🍂 Hagebutten sammeln & zu Pulver verarbeiten

 





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Hagebutten sammeln & zu Pulver verarbeiten



So machst du dir deinen eigenen Vitamin-C-Booster für den Herbst


Der Herbst ist da – und mit ihm die leuchtend roten Hagebutten, die an Wegen, Feldern und in Gärten wie kleine Natur-Schätze hängen. Für mich gehört das Sammeln der Hagebutten jedes Jahr dazu. Es ist ein ruhiges Ritual, das mich runterbringt, und gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, etwas Fürsorgliches für den eigenen Körper zu tun.


Heute zeige ich dir, wie du Hagebutten richtig sammelst und daraus ein feines Pulver herstellst, das du für Tee, Smoothies oder als Vitaminbombe im Winter nutzen kannst.





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Warum Hagebutten so wertvoll sind



Hagebutten sind echte Kraftpakete – und das schon seit Jahrhunderten. Sie enthalten:


  • extrem viel Vitamin C (mehr als Zitronen!)
  • Flavonoide, die unser Immunsystem stärken
  • Antioxidantien
  • natürliche Ballaststoffe
  • sanfte Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken



Gerade in der kalten Jahreszeit ist das ein wundervoller, natürlicher Schutz für die ganze Familie.





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Wann und wie sammelt man Hagebutten?



Die beste Zeit zum Sammeln ist Oktober bis Dezember – je nachdem, wie kalt der Herbst ist.


Mein Tipp:

Wenn die Hagebutten weich werden (leicht nachgeben), sind sie besonders gut geeignet, weil sie dann mehr Zucker enthalten und aromatischer sind.



Worauf du beim Sammeln achten solltest:



  • Sammle an sauberen Orten, nicht direkt an stark befahrenen Straßen.
  • Wähle nur rote, reife Früchte, die keine schwarzen Flecken haben.
  • Schneide sie vorsichtig mit einer kleinen Schere ab – so bleiben die Zweige heil.






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Schritt 1: Hagebutten vorbereiten



Du kannst Hagebutten mit oder ohne Kerne trocknen.

Beides geht – und beide Varianten haben Vorteile.



Variante 1: Ganz trocknen (mein Favorit für Pulver)



✔️ schneller

✔️ weniger Arbeit

✔️ Kerne enthalten ebenfalls wertvolle Stoffe


Du musst sie dafür nicht entkernen! Einfach waschen und vorsichtig abtrocknen.



Variante 2: Halbieren und entkernen



✔️ besonders mild im Geschmack

✔️ perfekt für Tee, der nicht kratzig ist


Dafür schneidest du die Hagebutten auf und kratzt die kleinen Härchen und Kerne heraus.

(Etwas aufwendig, aber lohnend.)





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Schritt 2: Hagebutten trocknen



Das geht auf drei Arten:



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1. Lufttrocknen



Die Früchte auf einem Tablett ausbreiten und an einen warmen, trockenen Ort stellen.

Dauert ca. 7–14 Tage.



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2. Ofen



Bei max. 40 °C und leicht geöffneter Tür 4–6 Stunden trocknen.

Zwischendurch wenden.



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3. Dörrautomat



Die effizienteste Variante.

Bei 40–45 °C ca. 6–8 Stunden.


Du merkst, dass sie fertig sind, wenn sie hart und komplett trocken sind.





⚙️ 

Schritt 3: Zu feinem Pulver mahlen



Die getrockneten Früchte einfach in:


  • einer Kaffeemühle
  • einem Hochleistungsmixer
  • oder einem Mörser



fein mahlen.


Das Pulver ist schön rot, duftet leicht fruchtig und hält – richtig gelagert – mehrere Monate.





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So verwendest du Hagebuttenpulver



Du kannst es unglaublich vielseitig einsetzen:



🌿 Tee:



1 TL Pulver in heißes (nicht kochendes!) Wasser rühren – so bleibt das Vitamin C erhalten.



🍶 Smoothies:



Einfach ½ TL in den Frühsmoothie mixen.



🍯 Im Frühstück:



  • Müsli
  • Joghurt
  • Porridge




🍪 In selbstgemachten Kräutermischungen:



z. B. mit Zimt und Vanille für eine herbstliche Note.





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Aufbewahrung



  • Das Pulver in ein sauberes Schraubglas füllen.
  • Dunkel und trocken lagern (z. B. im Küchenschrank).
  • Haltbar: mindestens 6–12 Monate.






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Mein persönlicher Herbstmoment



Ich liebe es, Hagebutten mit meiner Tochter oder meinem Enkel zu sammeln. Es ist wie eine kleine Schatzsuche, und man merkt gar nicht, wie beruhigend es wirkt.

Wenn wir danach zusammen Tee trinken, fühlt es sich an wie ein warmes Stück Herbst – selbst an stressigen Tagen.


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